DIE KURZE ANTWORT

Fragen Sie, was Ihren Eltern wichtig ist und warum sie eine Unterstützung nicht möchten. Besprechen Sie danach einen kleinen, klar abgegrenzten Vorschlag, über den die betroffene Person selbst mitentscheiden kann.

Erst verstehen, was hinter der Ablehnung steht

Vielleicht geht es um Privatsphäre, Kosten, schlechte Erfahrungen oder die Sorge, die Kontrolle über den eigenen Alltag zu verlieren. Lassen Sie die Person ihre Gründe beschreiben. Vermuten Sie nicht automatisch, dass sie die Situation falsch einschätzt.

Wählen Sie einen ruhigen Zeitpunkt. Formulierungen über eine konkrete Beobachtung sind hilfreicher als pauschale Urteile. Sie können beispielsweise sagen, dass die Organisation eines gemeinsamen Einkaufs für Sie schwierig geworden ist, und fragen, wie sich eine Entlastung gestalten ließe.

Eine überschaubare Aufgabe gemeinsam auswählen

Ein kleiner Vorschlag macht sichtbar, was sich tatsächlich ändern würde. Vielleicht ist zunächst nur Gesellschaft bei einem Spaziergang gewünscht oder Hilfe bei einer einzelnen Besorgung. Auch ein Nein zu diesem Vorschlag sollte ernst genommen werden.

Besprechen Sie zugleich, welche Aufgaben Angehörige verlässlich übernehmen können. Grenzen dürfen benannt werden, ohne der älteren Person mit einem fertigen Gesamtpaket gegenüberzutreten.

  • Was soll unbedingt selbstständig bleiben?
  • Welche konkrete Aufgabe könnte angenehmer werden?
  • Welche Bedenken müssen vor einer Entscheidung geklärt sein?
  • Wer soll am ersten Kennenlernen teilnehmen?

Vor einer Beauftragung Raum für Fragen lassen

Wenn Interesse besteht, kann zunächst ein Gespräch über die vorgesehene Unterstützung stattfinden. Fragen zu Aufgaben, Kosten und Ansprechpartnern sollten verständlich beantwortet werden. Klären Sie vorab, ob ein Kennenlerntermin mit Kosten verbunden ist.

Erst wenn die Person weiß, was vereinbart werden soll, kann sie es sinnvoll beurteilen. Planen Sie auch eine Möglichkeit für Rückmeldungen nach dem Start. Eine Absprache, wann gemeinsam Bilanz gezogen wird, schafft Orientierung.

Bei schwierigen Situationen passende Beratung hinzuziehen

Manche Konflikte lassen sich im Familiengespräch nicht gut lösen. Eine unabhängige Beratungsstelle kann dann helfen, die Wünsche und organisatorischen Möglichkeiten zu ordnen. Dieser Text ist keine individuelle psychologische oder rechtliche Beratung.

Wenn Zweifel bestehen, wer Entscheidungen treffen darf, oder medizinische Fragen im Raum stehen, müssen diese mit den zuständigen Fachpersonen geklärt werden. 38 Care™ kann anschließend den konkret gewünschten Betreuungsbedarf aufnehmen und passende Einsatzmöglichkeiten prüfen.

Vom Lesen zum nächsten Schritt.

Sie möchten wissen, welche Unterstützung in Ihrer Situation möglich ist? Beschreiben Sie uns Ihren Wohnort, die gewünschten Aufgaben und Zeiten.

Stundenweise Seniorenbetreuung anfragen

Passend dazu weiterlesen